Kann einer das sagen mit Erklärung?

Hallo ich weis hier lesen nich so viele. Vielleicht kennt trotzdem einer die Antwort wie so is das so das man denkt ein anderer is echt und hat ein echtes leid wen er gaaaaanz viele in sich drin is und wir sind auch viele aber nich hunderte und wir denken so dol wir haben ales verloren unsere familien und haben versucht zu leben ein neues leben mit vielesein wo es sein darf aber wir sind nich echt denken wir weil wir zu wenig sind und wir denken wir sind lügner dan wünschen wir uns so sehr endlich dahin zu gehen wo nur wir nur wir sind keine menschen unser zuhausr weg von dieser welt weil wir haben uns das von klein auf immer gewünscht da hin zugehen nach hause. Nach hause wo nur nur wir sind keine menschen und jetz wissen wir wir sind lügner und denken endlich können wir da hingehen. Wieso is das so das einer denkt wenn einer so ganz ganz viele is das der echtes leid hat und echt is mit seinen vielen aber wir nich? Sogar wenn wir uns glauben wenn ein anderer da is wissen wir wir lügen sofort und der andere is echt. Wir weinen den ganzen tag so dol, wir müssen schlafen versuchen und einen tag noch weitermachen bis morgen, dann fahren wir bald zu einer frau die soll helfen obwohl wir wünschen uns so dol endlich zu uns gehen zu können. Einer wenn einer das hier liest mit einer Erklärung kann er das sagen?

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Wir sind Menschen

Das müssen alle verstehen. Das reicht. Wir sind Menschen, Täter sind Menschen. Nicht mehr, nicht weniger. Alles andere aus dem Kopf werfen, lässt sich nicht, sitzt fest, aber neues drüberschreiben. Wir sind Menschen. Täter sind Menschen. Es sind keine Heiligen, keine Zauberer, keine Übermenschen, keine Riesen, keine Götter, keine armen Kreaturen, keine Hilfesuchenden, keine auf uns Angewiesenen. Sie sind wie wir und wir wie sie. Menschen. Und somit dazu befähigt eigene Entscheidungen zu treffen, eigenständig zu denken, zu fühlen, zu handeln. Sie haben als Menschen gedacht, geredet, gehandelt. Wir haben als Menschen mit zu wenig Einflussnahme auf unser Denken und Handeln und Fühlen reagiert und reagieren müssen. Das ist jetzt anders.

Täter sind nicht kleiner oder größer als wir. Sie waren uns überlegen aufgrund unseres Alters und äußerer Gegebenheiten, konnten deshalb manipulieren bis in unsere tiefste Struktur. Das Menschsein kann keinem Menschen bis in die tiefste Struktur genommen werden, es ist die Natur. Die Manipulation zerstört nicht die Natur, selbst wenn es sich für uns so anfühlt. Ich dachte ich wäre kein Mensch, ich erober mir das zurück. Ihre Programme habe ich mit keiner Therapie zerstört, sondern mit meiner Menschlichkeit und der der Therapeutinnen. Alle müssen das verstehen. Die und wir sind Menschen.

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Druck zur familie zu fahren, zu orten zu fahren,schlechte kontakte aufzunehmen, bestimmte Medikamente zu nehmen, druck duschen zu gehen, selbstverletzungsdruck, zurück zu gehen,zurück zu gehen,zurück zu gehen, druck 3 mal, alles wiederhole, druck zu laufen zu laufen zu laufen, druck druck druck, zweifel lügner, druck druck druck, alles zeichen, zurück zu gehen, wohin, es gibt nichts mehr, schon lange vorbei, es gibt nichts mehr wo wir hinkönnen, das system erkennen, im Außen die menschen beobachten und erkennen was für ein system dahintersteckt, was verfolgen sie für ein ziel, welches system steckt dahinter, kein system mehr, da steckt kein system mehr dahinter aber ich kann es nicht glauben, es steckt immer ein system dahinter, wie muss ich funktionieren um zu überleben in diesem system, aber es steckt nichts mehr dahinter, es ist vorbei, das system ist vorbei, sitzen und nichts tun, aushalten, aushalten weil es Vergangenheit ist aber in mir ist es Gegenwart, meine Gefühle sind gegenwart aber es ist vergangenheit, stimmen im kopf die das anderes sagen, die bringen mich um, aber sie sagte sie haben mich nicht umgebracht, sie tun es nicht, sie wissen nicht wo ich bin, sie sagt sie haben mich nicht umgebracht, wieso weiß ich dass ich sterben werde, weil es in mir ist aber vergangenheit, duschen, nicht duschen, es ist vorbei, was ist der preis für sicherheit

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Veränderung

Wir führen Vorgespräche bei Therapeutinnen in der neuen Umgebung. Ich funktioniere und weiß, innen muss es schlimm sein. Für manche ist es verboten, für manche ist es pure Traurigkeit, für andere Angst, für manche Vorfreude, für manche stellt sich die Frage wie schlau es ist unsere aktuelle, fachlich sehr kompetente und auf menschlicher Ebene auch sehr gut mit uns harmonierende Therapeutin zu “verlassen“, andere spalten alles weg, um nicht zu fühlen, die Suizidalität und das Dumpfe halten Einzug bei mir. Hallo, ich kenn euch schon, wieso fühlt es sich jedes Mal gleich schlimm an euch zu begegnen? Wieso bringt ihr im Schlepptau die Erleichterung mit? Wollt ihr es mir wirklich erleichtern, weil ich weiß: ich müsste nicht alles aushalten?

Ich frage mich auch wie schlau das ist, diese Therapie zu beenden und woanders neu zu starten, gerade jetzt. Ich frage mich aber auch wie lange ich noch in der alten Umgebung wohnen wollen würde, ich werde nicht in 1, 2 Jahren ohne Therapie sein und “gerade jetzt“ wird das Gefühl wahrscheinlich immer sein in den nächsten Jahren. Und ich frage mich wie schlau es ist Therapie in der Umgebung zu machen, in der wir aufgewachsen sind. Ich persönlich glaube, dass wir nicht dort heilen können. Daneben habe ich Angst unsere instabile Stabilität zu riskieren durch einen Therapiewechsel, habe Angst, dass eine neue Therapeutin überfordert mit uns sein könnte, was nicht realitätsfern ist.

Ich sag es selten in meinem Alltag, aber ich hab eine riesige Angst. Morgens oder nachts, wenn ich aufwache, ist der erste Gedanke “wann hört es auf?“, ich weiß nicht mal was. Das Aufwachen vielleicht.

Ich denke trotzdem irgendwo, wir werden es schaffen und ich glaube, neue Therapie kann auch neue Chancen bedeuten. Ich hoffe, dass ich das bald auch wieder fühlen kann.

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da.zwischen

Es ist schon paradox auf diesem Blog zu schreiben und nicht auf meinem alten. Oder auch nicht, weil es nun so ist. Übernommenes Leben. Ich bin da und fange wieder von vorne an, so fühlt es sich immer wieder an. Herbst und Winter fast komplett verpasst, okay, aber ich tu so als wär ich dabei gewesen, nutze das Wissen und die Fakten und verhalte mich so, dass niemand was merkt und fühle mich wie eine Schauspielerin, fühle wie ich “für alle” das Richtige tue während mein Leben ganz anders ausgesehen hat und aussehen würde. Die Einsamkeit ist und bleibt am prägendsten. Kein Wunder, wenn ich so tue als ob. Wie soll es dann auch möglich sein gesehen zu werden?
Ich möchte nicht dort hinziehen wofür “wir” uns anscheinend entschieden haben. Bin anscheinend die Einzige, oder ich weiß es nicht, ich hab keinen Zugang, bin nie co-bewusst wie es so heißt und wenn ich da bin, gibts keine Wechsel, tagelang, einfach als würde ich ohne diese Diagnose leben. Und gleichzeitig blockiere ich dadurch alles an therapeutischer Arbeit, die für “die anderen” wichtig ist. Ich versuch die Tagesstruktur so einzuhalten, es steht alles auf den Zetteln was für diese Woche wichtig ist. Ich mach einfach. Vielleicht sollte ich mehr mein eigenes machen, ich weiß nicht mehr was das ist oder wie ich es mir ermöglichen soll innerhalb der Umstände, in denen ich mich jetzt bewege und mein Leben bestreite. Wenn an den Themen gearbeitet werden soll, müsste ich wieder verschwinden. Und dann frage ich mich wann ich dann wieder auftauche, welche Entscheidungen für mein Leben dann getroffen wurden. Den letzten Umzug habe ich nicht entschieden, ich bin einfach in einer vollkommen fremden Umgebung aufgetaucht und ich hab das Gefühl, seitdem ist alles einfach immer mies, ich schaff es nicht mich zu gewöhnen an dieses Leben. Ich frage mich, ob ich davor einfach nur nicht gemerkt habe, wenn ich nicht da war, obwohl ich das Gefühl habe, dominant im Alltag vorhanden gewesen zu sein – immer. Die Frage erübrigt sich, wenn man ein wenig Ahnung von DIS hat. Und die habe ich inzwischen, ein wenig mehr Ahnung über mich.

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Jeder

9 von 10 Kommentaren löschen wir wieder vorm Absenden

die auf anderen Blogs geschrieben werden

Jeder Satz die Frage “ist das zu viel?“

Jeder Satz das Gefühl was Verbotenes zu tun.

Nicht auffallen.

Die Diagnose nicht offenmachen.

Nicht direkt.

Nicht direkt hier schreiben

Und deshalb nie ganz da sein und schreiben können

Immer drauf achten “ist da was dabei das uns verraten könnte?“

Immer drauf achten, es allgemein zu halten

Diagnose ist hier Thema, erkennt man, nicht zu persönlich werden dabei

Lügner sein, sowieso immer, wenn nicht, wissen wir was passiert

Immer gefangen bleiben

Jeder sein können

Nur nicht wir

Alles was hier steht und nicht stehen darf, stehen lassen

Stehen lassen, stehen lassen

Unsere eigene Regel

Wir werden

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Chaos oder so

Wir drehen durch wegen des geplanten Umzugs. Weiß nicht wie man das schaffen soll. Einer hat total den plan wie alle mitgehen sollen aber nich dahin wo wir hinziehen wollen oder sollen und wie alle manipuliert werden. Aber es wollen nich alle mitgehen, naja. Wir drehen durch, bin heute so lange und doll aus Wut und Angst gesprungen das meine Füße weh tun, ich konnte nich aufhören, war so verzweifelt und ich glaube wir schaffen es nie das wir nich zu viel sind, sogar therapeuten sagen immer wieder sie wissen nich weiter mit uns und helfer sind überfordert und haben angst glaube ich vor uns. Eine meinte mal wenn wir ausrasten dann wie in diesem film mit dem Mädchen, systemsprenger, so is das dann. Keine ahnung, ich glaube es wird nie so mit uns das wir ok sind und ich versuch alles besser zu machen und will ein besserer mensch sein und auch erwachsener werden und vernünftig und manchmal schaff ichs schon aber dann wenn was richtig schlimm is, geht es nich mehr und wegen dem umzug sind andere jetz überzeugt davon was zu machen weil denen was eingetrichtert wurde mit schlimmem wohl, das wir auf keinen fall hier wegziehen dürfen und von manchen menschen nich weg, hab sowas nich erlebt. Ich will wenigstens helfen und ich mach auch diesen plan nich mit, will endlich mal für was gut sein. Ich will nich mehr ausrasten, andere rasten wohl auch aus, und dann is es sehr viel das ausgerastet wird

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Keine von vielen

Manchmal ist die Einsamkeit so schlimm. Wenn wieder Wochen weg sind und man mit Menschen spricht, die einem nahe stehen und sie haben das Außen mitbekommen, und dann geht es darum und nicht um mich. Ich möchte alleine sein, und alleine zu jemandem eine Beziehung haben, ich möchte, dass es auffällt, wenn ich weg bin und nicht, dass meine Bezugspersonen dann eben mit jemand anderem sprechen, auch egal, ob ich da bin oder nicht. Es tut so weh und ich fühle mich so alleine und einsam, will das Alte zurück wo ich wenigstens nicht wusste, dass da noch Andere sind, wo wenigstens das Gefühl von 1:1 Beziehungen vorhanden war. Ich will meine Familie zurück und meinen Alltag. Ich will, dass auffällt, wenn ich nicht da bin. Ich will keine von vielen sein. Ich will das alles einfach nicht, auch wenn es nichts bringt das nicht zu wollen.

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Alles falsch und richtig

Ich verstehe wie groß der Schutz hier sein muss und gleichzeitig, dass wir an Kraft gewonnen haben. Ich realisiere wie schlimm es hier war und ist während ich hier bin und war nicht drauf vorbereitet, dass es die Hölle sein wird und ich keine Sekunde hier glücklich sein werde. Aber die Spaltung muss nicht wieder so groß sein wie vorher, ich kann all das fühlen und das wäre nicht möglich ohne die anderen. So stark sind wir geworden.

Wir sind da, darauf möchte ich vertrauen. Manchmal vergesse ich, dass auch ich nur Teil eines Ganzen bin und die anderen durchaus Kompetenzen haben.

.. schrieb Jemand Mitte Dezember. Die Spaltung muss mittlerweile wieder größer sein, diejenige fühlt es nicht mehr, wie schlimm das alles ist. Und ich, generell fühle ich nicht (mehr) viel. Meine Mimik oft eingefroren. Heute bin ich durch den Park und dachte.. ich fühle mich so leer.. irgendwie.. dieses Gefühl kenn ich gar nicht wirklich.. aber ja, so wie eine Hülle, nicht ganz, vielleicht einfach eher gefühlsarm und irgendwie nichtssagend. Und das war schön. Ich finde es schön mich so zu fühlen, man kann dann einfach so vor sich hinleben, ohne viel Aufwand. Aber “ich“ stand auch zwei Stunden vorher am Wasser und habe ein bisschen zu lange dort gestanden, ein bisschen zu weit weg vom Leben, ein bisschen zu sehr ohne Verbindung, ein bisschen zu müde. Donnerstag sehen wir uns wieder, “ich“ hab’s versprochen und ich bin so ein hoffnungsloser Bindungsmensch und sowas hält mich, also halte ich uns, bin in der Abgrenzung ein bisschen besser als manch andere.

Sonst war ich immer so gar nicht leer, sondern voller Leben. Und jetzt, wo ich mehr weiß, weiß, dass dieses “volle Leben“ nur Schein war, nur ein Teil und vor allem auch einer der Teile, die es ermöglicht haben, dass hinter der Bühne die Horrorshow läuft, da fühle ich mich leer. Vorher war’s gefühlt alles ein Ganzes und jetzt .. irgendwie nicht mehr.

Das ist das Programm, würde meine Therapeutin sagen. Ist mir egal, ich bin müde von all dem. Ist mir egal, ob das von anderen ist, die konditioniert oder programmiert oder was auch immer sind oder “einfach so“ sterben wollen (wer will schon “einfach so“ sterben, niemand wahrscheinlich) oder ihre Rollen und Aufgaben ausführen müssen, welche auch immer das sind. Ich möchte Ruhe und Leben und wenn das nicht geht, diese Ruhe woanders. Ich möchte Sinn und Leben und ich war immer bereit dazu, diesen Sinn im Leid zu finden, ich weiß nicht, ob das immer noch so ist. Ich glaube, wirklich wegzugehen aus dieser Umgebung wo auch große Teile meiner Familie noch lebt.. wahrscheinlich ist das, zumindest für mich, das was eigentlich los ist. Ob Programm oder einfach mein Herz, nur meins… beides. Alles. Alles daran fühlt sich falsch und richtig an.

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Überleben

Es geht um Suizidalität.

Es ist das Gefühl nichts zu verlieren, wenn ich jetzt gehen würde. Das Gefühl, zu müde zu sein. Die Frage was das für ein Leben ist mit diesem Kampf jeden Tag. Die Frage, ob das ein Leben ist. Das ist es. Ein Leben. Die Frage, ob es mir das wert ist. Der Wunsch glücklich zu sein und gleichzeitig ist es, kein Ende der Anstrengungen zu sehen. Der Wunsch den Rest des Lebens nur noch an einer Stelle auf dem Bett zu sitzen und die Wand anzustarren. Der Gedanke wie es wäre, hätte ich es irgendwann mal durchgezogen und mich umgebracht. Mich nicht wieder und wieder für das Leben entschieden. Die Sehnsucht nach Ruhe und das Gefühl, diese kommt nie.

Jede suizidale Krise birgt das gleiche Risiko wie jede vorherige. Es ist ein Trugschluss zu denken, es würde Stärke aus der Krise entstehen. Und dass man gewappneter sei für die nächste. Die Mechanismen, was für welche auch immer, wirken immer und zuverlässig und lassen mich all diese Dinge fühlen, Intensität nicht abgeschwächt. Und jedes Mal ist es der gleiche Kampf, die gleichen Fragen. Woher kommt das? Ist es meine Suizidalität? Kommt das von jemand anderem innen? Ist es Verzweiflung? Kommt es aus mir heraus? Ist es gemacht? Ein Programm? Bin ich absprachefähig, habe ich noch die Kontrolle? Wie schaffe ich es zu überleben? Möchte ich das? Und wenn nicht, möchte ich wirklich nicht oder ist das Teil des Symptoms und der Dynamik?

Und dann, wenn ich mich entscheide durchzuhalten, was kommt dann? Lohnt sich das? Geht die Kosten-Nutzen-Rechnung auf? Geht sie nie.

Für 2021 habe ich zwei Hauptziele, die eng miteinander in Verbindung stehen. Umziehen und überleben. Heute ist der 5. Januar und ich “struggle hard“ wie man so sagt. Von dem was ich an Informationen habe weiß ich, dass es verboten ist hier wegzugehen. Ich dachte, wird schon nicht so schlimm und hab falsch gedacht. Wird dazu noch viel früher schlimm als ich dachte und dazu wenig Wissen wen es alles betrifft innen, unbekannte Namen, nicht zuordbare Infos. Es ist nicht nur Suizidalität. Die Magersucht, die beinah vor 15 Jahren ihren Höhepunkt besaß, schleicht sich seit einigen Wochen wieder ein. Ein wenig im Essverhalten – vor allem im Fühlen, im Denken. Jemand innen möchte sich zu Tode hungern wegen des Umzugs. Aus Traurigkeit und Verzweiflung glaube ich, bin nicht sicher.

In einem meiner liebsten Bücher steht, wenn man einen (sehr hohen) Berg besteigt muss man sich vorher selbst programmieren (kein traumamäßiges programmieren selbstverständlich). Man muss dieses Programm durchziehen, essen, trinken, weitergehen, egal wie müde man ist, egal wie sehr man anhalten möchte, egal wie die eigene Befindlichkeit ist, sonst stirbt man. Ich brauch so ein Programm für dieses Jahr. Ich schreib mir eins.

Und dann geht es wieder los und mein Kopf fragt sich “Will ich das wirklich? Eins zum Überleben?“ Will ich mir Mut machen, um kurzzeitig weitermachen zu wollen? Kann aus dem kurzzeitig ein langzeitig werden? Und in mir das Gefühl, endlich alle gemeinsam Wir sein zu können im Tod. Immer dieses Gefühl, dass wir dann endlich alle innen vereint sind, wie eine Utopie, eine Vision vom Paradies. Und wieder die Frage: Woher kommt das? Von wem kommt das? Aus mir heraus? Gemacht? Und dann die Müdigkeit vom ständigen Suchen nach Antworten, Ringen um Informationen und ums Verstehen, um Erleichterung zu fühlen.

Erleichterung. Die Gedanken an Regen und Wind, Natur und ein Leben ohne dieses Ringen, ein Leben ohne Kampf, ein einfaches Leben, die bringen mir Erleichterung. Mir, nicht unbedingt anderen innen. Weshalb ich nicht vorbeikomme an der Suche, am Kampf, am Ringen. Weshalb ich es anspreche, wissend dass unweigerlich die Frage nach der Absprachefähigkeit kommt. Wissend, dass beide Seiten immer mit einem Restrisiko leben müssen, egal wie stabil die Absprachefähigkeit ist. Wissend, dass dies ein großes Einsamkeitsgefühl auslösen wird.

Es gibt nichts Schönes zum Abschluss und kein “Es wird gut“. Das ist nicht die Realität. Die Realität ist die Einsamkeit. Die Realität ist die Angst bei den Menschen, denen man sich anvertraut. Die Realität ist keine Ruhe und Ausruhen, keine Erleichterung und wenn diese doch erreicht werden sollte, wird sie kurzzeitig sein.

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